Unser Rückblick auf den 14. Juni 2020

Ein Jahr nach dem gigantischen Feministischen/Frauen*-Streik ist die feministische Bewegung vernetzter denn je. Heute haben wir uns daher unter dem Motto «Feministisch pausieren, kollektiv organisieren» gemeinsam erholt und für weitere Vernetzungen Raum geschaffen. Während dem ganzen Tag haben feministische Aktivist*innen ihre Anliegen und ihre Wut in verschiedensten Formen sichtbar gemacht. Am Nachmittag besetzten tausende von Frauen*, Lesben*, Inter*, non-binäre* und Trans* Personen (FLINT*) kollektiv ein ganzes Quartier.
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Eine feministische Antwort auf Corona & die Kapitalismuskrise

Foto eines Transparentes uaf dem steht "Mit Feminismus gegen die Kapitalismus-krise"

Text in english below // texto en español abajo

Die Pandemie und die verschärften Alltagseinschränkungen treffen die Menschen auf der ganzen Welt mit voller Wucht. Mit der Schliessung von Institutionen, dem Ausfall von Bildungs- und Betreuungsstrukturen, dem Einsetzen von Kurzarbeit und vermehrten Entlassungen, der Kontrolle des öffentlichen Lebens und des Isolationszwangs sowie der geschlossenen Grenzen werden die Widersprüche des Kapitalismus deutlich. Der Notstand trifft diejenigen Menschen, die das gegenwärtige System marginalisiert hat, am stärksten1. Als feministisches / Frauen*streik-Kollektiv schärft sich damit unser Standpunkt in der aktuellen Situation. Der langjährige Fokus auf Profit und Sparpolitik, Individualismus und die Abwertung von Care-Arbeit sind dafür verantwortlich, dass der Corona-Virus die Welt so erschüttert. Das bedeutet am Ende auch, dass wir gerade alle aufgrund eines vernachlässigten Gesundheitssystems zu Hause bleiben müssen und viele Grundrechte eingeschränkt werden.

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Wir machen alte Frauen sichtbar.

Silhouetten stilisierter Grossmütter mit dem Text Elisabet 89, Pflegeheim und GrossmütterRevolution

Aktion der GrossmütterRevolution am Frauen*streiktag, 14. Juni 2020

13 Uhr, auf der Treppe beim Opernhaus am Sechseläutenplatz Zürich
(Selbstverständlich unter Einhaltung der Corona bedingten Vorschriften.)
Medienmitteilung der Arbeitsgruppe Denkräume:

Wir alten Frauen sind da.
Wir sind solidarisch und mischen uns ein.

Wir sind da als unterschiedliche alte Frauen und stehen für die Vielfalt von Altersrealitäten und Altersbildern.
Jede von uns trägt eine graue Pappfigur als Symbol für die unsichtbaren Frauen.
Durch die Beschriftung geben wir ihr eine Identität.
Gleichzeitig werden wir Flyer mit den Anliegen von uns alten Frauen verteilen.

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Communiqué zum feministischen Hochschulkollektiv: Plakate

Foto eines plakatieren Plakates auf dem eine gezeichnete Person ein Plakat in die Höhe hält auf dem steht "im Juni bezahlt heute beklartscht, wann richtig bezahlt?" darunter ist ein Banner auf dem steht "für FTIQ* war schon vor Corona Krise"

1991 nahmen sich unsere Vorreiter*innen die Strasse und stellten klare Forderungen bezüglich Gleichberechtigung und -stellung von Frauen*, Trans*, Inter* und Genderqueere* Personen (kurz FTIQ*) auf. Fast 30 Jahre später ist noch immer kaum eine Forderung umgesetzt. In der logischen Konsequenz nahmen sich FTIQ*s 2019 erneut die Strassen! Die Forderungen wurden übernommen und um neue, gegenwärtigen Anliegen ergänzt. Am 14. Juni 2019 demonstrierten somit über 500’000 FTIQ*’s in der Schweiz und zeigten ihre Wut. Jetzt, wieder ein Jahr später, hat sich noch immer nichts verändert. Im Gegenteil: Die aktuelle Corona-Krise zeigt deutlich auf, wer unter diesem kapitalistischen und sexistischen System am meisten leidet. Mit diesen Plakaten möchten wir daran erinnern, wer systemrelevant ist, und was unsere Forderungen waren und sind. Klatschen reicht uns nicht – Wir wollen Veränderung, JETZT!

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