Aktionswoche 8. März an den Hochschulen Zürichs

Aktionswoche 4. bis 8. März

Europaweit legen Frauen* am 8. März, dem internationalen Frauenkampftag, ihre bezahlte und unbezahlte Arbeit nieder. In der Schweiz soll nach 1991 nun erneut am 14. Juni 2019 ein umfassender feministischer Streik statt nden. Wir rufen alle FTIQ* (Frauen*, Trans*, Inter* und genderqueere* Personen) an den Hochschulen dazu auf, sich dem Streik anzuschliessen.

Auch an den Hochschulen ist Diskriminierung und ungleiche Behandlung aufgrund des Geschlechts längst kein Novum mehr und trotzdem noch immer täglich beobachtbar.
Während mittlerweile Studentinnen* rund 57% der Studierenden ausmachen, beträgt der Anteil an Professorinnen* nur 23%. FTIQ* sind in Doktoratspositionen unter- dafür im Tieflohnsegment der Uni übervertreten.

Die hochgelobte Chancengleichheit zwischen Studierenden an den Hochschulen ist trotz diverser Gleichstellungsprojekte noch lange nicht erreicht und basiert weiterhin auf der Logik des binären Geschlechtersystems. Wie soll Chancengleichheit erreicht werden, wenn sich die Karriereförderung der Frauen* vor allem auf die neoliberale Flexibilisierung und die damit verbundene Vereinbarkeit von Familie und Beruf bezieht? Denn es sind die Frauen* die den Hauptanteil dieser unbezahlten Haus- und Carearbeit übernehmen.

Ausserdem führen uns die jüngsten Ereignisse an der ETH Zürich wieder einmal mehr vor Augen, dass Probleme der sexualisierten Gewalt an FTIQ* in Abhängigkeitsverhältnissen an Hochschulen noch immer mehr als präsent sind. Die ausgeprägten hierarchischen Strukturen in den Hochschulen führen zu Unterdrückung und einer Willkür, deren FTIQ* aufgrund ihres Geschlechtes doppelt ausgeliefert sind.
Menschen, die sich nicht in ein binäres Geschlechtersystem einordnen, werden im Universitätskontext aufgrund ihrer Geschlechtsidentität zusätzlich diskriminiert. An den Hochschulen geschehen Unsichtbarmachung, Ausschlüsse und Sanktionierungen von Trans*, Inter* und genderqueeren* Personen auf verschiedenen Ebenen.
Auch alle akademischen Mitarbeiterinnen* und FTIQ* in einem sonstigen Arbeitsverhältnis mit den Hochschulen sind von den hierarchischen Strukturen des Patriarchats betroffen. Die zunehmende Privatisierung und Auslagerung von Mensa u.ä. zwingt die Mitarbeitenden in eine schlechtere Arbeitssituation.

Da die meisten von uns am 14. Juni vorlesungsfreie Zeit haben, rufen wir alle Frauen*, Trans*, Inter*, genderqueeren* Personen zu einer Aktionswoche vor dem 8. März – dem internationalen Frauen*kampftag – auf.
Wir kämpfen für reale gleiche Möglichkeiten für alle!
Wir kämpfen für sichere FTIQ*räume an den Hochschulen! Wir wehren uns gegen jegliche geschlechtliche Unterdrückung!
Feministisches Streikkollektiv der Zürcher Hochschulen
Weitere Veranstaltungen und Infos auf Facebook: Feministischer Streik/ Frauenstreik an den Hochschulen Zürichs

* Wir verwenden das Sternchen um auf die soziale Konstruiertheit der Ge- schlechterkategorien hinzuweisen.

Die Veranstaltungen in der Aktonswoche sind offen für ftiq* (Fraun*Trans*Inter*Queer*). Ausnahmen werden in den einzelnen Veranstaltungen vermerkt

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Ergänztes Porgramm