Solinetz‐Manifest zum Frauen*streik

Frauen*anliegen sind Solinetz-Anliegen
Am 14. Juni findet schweizweit der Frauen*streiktag  statt. Auf diesen Tag hin (und darüber hinaus!) möchte das Solinetz auf die Rechte und die Bedürfnisse von Frauen* im Migrations-  und Asylbereich  hinweisen!

Bei der Betreuung und Unterstützung von Migrant*innen wird von den Behörden noch viel zu selten Kenntnis oder gar Rücksicht auf die spezifischen Bedürfnisse von Frauen* genommen. Die Einsparungen auf Kosten von Migrant*innen und die Ausgrenzungspolitik reissen Lücken auf, die von der Zivilgesellschaft und somit oft von Freiwilligen gestopft werden. Ohne diese Arbeit würde gerade im Asyl- und Migrationsbereich vieles stillstehen. Diese unbezahlte und wenig geachtete Arbeit erledigen meist Frauen*. Dass viele geflüchtete Frauen*  auch als Freiwillige tätig sind und in ihrem unmittelbaren Umfeld viele unbezahlte Arbeit leisten, wird erst recht übersehen.

Die Auswirkungen der prekären Lebensverhältnisse spüren geflüchtete Frauen* besonders stark: Ihr Zugang zu Bildung und Berufsförderung wird schneller gestrichen. Sie tragen die Hauptlast der zusätzlich anfallenden Haus-, Familien- und Fürsorgearbeit. Geflüchtete Frauen* sind zudem häufig neben sexistischen auch rassistischen Erfahrungen ausgesetzt. Umso wichtiger ist es, dass ihre Anliegen am 14. Juni auch Gehör bekommen!

In der reichen Schweiz fehlt es nicht an  Geld, es fehlt an der Bereitschaft, dieses für die Teilhabe  aller einzusetzen. Die Zeche begleichen mehrheitlich die Frauen*. Das darf nicht sein!

Manifest mit Forderungen als pdf