Betreuung ist kein Kinderspiel!

Am 8. März 2020 rufen wir alle Mütter, Grossmütter, Gottis, FaBes und alle jene, die in ihrer «Freizeit» und bei der Arbeit für andere Menschen sorgen, auf: Steht ein für bessere Arbeitsbedingungen in Betreuungsinstitutionen! Steht ein für weniger Sorgearbeit zu Hause!

Es ist ein Sonntag, und viel unter- und unbezahlte Arbeit wartet auf uns: Im Haushalt, mit den Kindern, auf der Arbeit im Spital oder im Restaurant. Der Grossteil dieser Haus- und Sorgearbeit wird von Menschen getragen, denen die gesellschaftliche Rolle der «Frau» zugewiesen wird – auch an einem sogenannten Ruhetag. Am diesjährigen internationalen feministischen Kampftag werden wir all diese Sonntags-Arbeiten bestreiken, im Betrieb oder zu Hause.

Gerade Kinderbetreuung wird vorwiegend von Müttern, Grossmüttern, Nannies, Au-Pairs, Babysitter*innen, Fachpersonen Betreuung oder Sozialpädagog*innen geleistet. Diese Arbeit wird in der Gesellschaft nicht wertgeschätzt und meist miserabel oder gar nicht entlöhnt. Das sind unhaltbare Zustände, die sich weiter verschärfen – wenn wir nichts dagegen tun.
Vor ein paar Monaten reichte die SVP gemeinsam mit der FDP und CVP einen Vorstoss ein, mit dem sie die Vorschriften in Krippen « exibilisieren und womöglich ganz abschaffen» wollen. Ein Angriff auf die ohnehin schlechten Arbeitsbedingungen der FaBes. Auch das Referendum gegen den zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub ist ein Skandal und verhindert die Verbesserung der Lage von FTIQ* (Frauen*, trans*, inter* und genderqueeren* Menschen).

Die TrΩtzphase, eine Gruppe von Fachpersonen aus der Kinderbetreuung, hat bereits letztes Jahr am 14. Juni zusammen mit mehreren Tausend FTIQ* zum feministischen Streik in der Betreuung aufgerufen: «Weil Kinder mehr Zeit brauchen». Am 8. März 2020 ruft die Trotzphase gemeinsam mit dem feministischen Streik/Frauen*streik-Kollektiv alle FTIQ* dazu auf, die Haus- und Sorgearbeit niederzulegen.

Hängt eure Küchentücher als Zeichen zum Streik aus dem Fenster!


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