Rede 8. März zu Care-Arbeit

Heute, am 8. März, legen wir alle gemeinsam unsere Haus und Sorgearbeit nieder. Mütter, Grossmütter, Gottis, Betreuer_innen, Pfleger_innen und alle jene, die in ihrer «Freizeit» und bei der Arbeit für andere Menschen sorgen und unbezahlte Arbeit zu Hause leisten.
Wir wollen bessere Arbeitsbedingungen in Betreuungsinstitutionen!
Und wir wollen eine gerechte Aufteilung und Wertschätzung der Sorgearbeit zu Hause!


Es ist ein Sonntag, und viel unter- und unbezahlte Arbeit wartet
auf uns: Im Haushalt, mit den Kindern, auf der Arbeit im Spital
oder im Pflegeheim. Der Grossteil dieser Haus- und Sorgearbeit
wird von Menschen getragen, denen die gesellschaftliche Rolle der
«Frau» zugewiesen wird – auch an einem sogenannten Ruhetag.
Am diesjährigen internationalen feministischen Kampftag werden
wir all diese Sonntags-Arbeiten bestreiken, im Betrieb oder zu
Hause.

Diese Arbeit wird in der Gesellschaft nicht wertgeschätzt und meist miserabel oder gar nicht entlöhnt. Das sind unhaltbare Zustände, die sich weiter verschärfen – wenn wir nichts dagegen tun. Sozialabbau hat System und sorgt Schritt für Schritt für das Aushöhlen des Sozial- und Gesundheitswesens. Der Spardrang der bürgerlichen Regierung trifft die Carearbeiter_innen und pflegenden und betreuenden Angehörigen besonders hart – diese werden immer stärker belastet und ausgebeutet.

Doch jetzt ist Schluss damit! Wir sind nicht länger bereit diese Lasten der bürgerlichen und patriarchalen Politik zu tragen! Lasst uns für eine gerechte Verteilung von Carearbeit und ein neues System kämpfen! Wie wir heute unsere arbeit niedergelegt haben, werden wir es auch am 14.Juni 2021 tun, denn die zukunft wird feministisch vorher werden WIR nicht ruhn!