Communiqué 8. März

Foto des Transparentes, welches die Quaibrücke absperrte drauf steht "wir fragen nicht" feministisches Symbol "wir bleiben". Dahinter sind viele Personen zu sehen die an der Blockade des Bellvues teilnehmen

Der 8. März ist der internationale feministische Kampftag. Als Teil der feministischen Bewegung weltweit haben auch wir, das feministische / Frauen*-Streikkollektiv Zürich, unseren Protest und Widerstand auf die Straße getragen.

Unser Widerstand nahm heute viele Formen an. Die Care-Gruppe hat mit einem solidarischen Z’Morge auf der Lutterwiese und einer Demo zum feministischen Streikhaus mit streikenden Müttern und trotzenden Kinderbetreuer*innen auf die schlechten Arbeitsbedingungen im Care-Sektor und die unbezahlte Reproduktionsarbeit aufmerksam gemacht.
Das Gastra-Kollektiv ging kämpferisch von Gastro-Betrieb zu Gastro-Betrieb um gegen präkarisierte Arbeitsbedingungen zu protestieren. Laut, lustig und bestimmt zog das Kollektiv vom Idaplatz zum gemeinsamen Moment und trug die Inhalte performativ durch die ganze Stadt.
Um sexualisierte Gewalt zu thematisieren haben FIST (Feministisch, Internationalistisches, Solidarisches Treffen) und weitere Aktivist*innen die Tanzperformance El violador eres tu mehrfach aufgeführt. So haben sie die Verbindung zu lateinamerikanischen Kämpfen hergestellt.
Denn unsere Solidarität gilt allen feministischen Kämpfen weltweit.

Nachmittags haben sich die verschiedenen Kämpfe mit Tausenden FLTIQ*s (Frauen, Lesben, Trans-, Inter- und Genderqueeren Menschen) zum gemeinsamen Moment auf dem Sechseläutenplatz versammelt. Von Anfang an war die Stimmung energiegeladen. Entsprechend entschlossen haben wir uns selbstbestimmt, ganz nach dem Beschluss der nationalen Streikkoordination, die Quaibrücke genommen. Der ganze Verkehr um das Bellevue wurde lahmgelegt. Nach zwei Stunden gefüllt mit diversen politischen Beiträgen, Performances, Parolen und Musik zogen wir als Demo weiter über die Bahnhofstrasse und dem Bahnhofsplatz zum feministischen Streikhaus am Sihlquai. Dort beendeten den bestärkenden Tag mit Tanz und Musik.
Wir waren viele, wir waren laut und wir nehmen uns auch in Zukunft die Freiheit zu tun was wir wollen.

An jedem Tag gibt es ausreichend Gründe zu protestieren und zu streiken. Bis zum großen Streik am 14. Juni 2021 organisieren und vernetzen wir uns weiter.

NACH DEM STREIK IST VOR DEM STREIK!

Der Widerstand gegen Staat, Patriarchat und Kapital geht weiter.


Eindrücke vom Streikwochenende 7./8. März 2020