Communiqué- Gegen-Celebration

Vo wäge, für’s Läbe!

Dieses Jahr konnten sich die fundamentalistischen Abtreibungsgegner*innen in der Schweiz dank des breiten feministischen und antifaschistischen Widerstands nicht für einen Marsch „für’s Leben“ versammeln. Diesen Erfolg haben wir heute, am 19. September 2020, auf dem Ni-Una-Menos-Platz (ehem. Helvetiaplatz) gefeiert.

Doch uns ist bewusst, dass weiter gekämpft werden muss – denn nur weil die Abtreibungsgegner*innen nicht aufmarschieren konnten, ist ihr reaktionäres Gedankengut noch lange nicht aus der Welt. Dies haben wir auch heute wieder zu spüren bekommen, als uns Cis-Männer* ungefragt den Ratschlag erteilten, «nie abzutreiben». Genau gegen diese sexistische Bevormundung kämpfen wir heute – und jeden Tag: MY BODY MY CHOICE!
Auch 2021 wollen fundamentalistische, fremdenfeindliche Christ*innen wieder gemeinsam mit Rechtsextremen in Zürich ihren Marsch „für’s Leben“ durchführen. Der Entscheid über dessen Bewilligung ist noch beim Bundesgericht hängig. 
Wir müssen klar machen: KEIN FUSSBREIT DEM MARSCH „FÜR’S LEBEN“. Denn mit ihrer Hetze wollen sie uns das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch absprechen. Gegen ihr Verfechten der binären Geschlechterkategorien „Mann“ und „Frau“, der heterosexuellen Ehe als einzig richtigen Lebensentwurf, gegen ihre Instrumentalisierung von Menschen mit Beeinträchtigungen für ihre eigenen Anliegen und ihr durch und durch rassistisches Weltbild werden wir uns auch weiterhin zur Wehr setzen.
Wir brauchen eine solidarische Gesellschaft, die es allen ermöglicht, selbst über ihren  Körper und ihr Leben zu bestimmen.
MY BODY, MY CHOICE!